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3 Fragen an...

Marianna Samitz, Nachhaltigkeitsexpertin, und Sophia Licht, Politikexpertin bei der DKB
Die DKB spricht von einer blauen Nachhaltigkeit. Was ist das und was unterscheidet blaue von grüner Nachhaltigkeit?

Marianna: „Die blaue Nachhaltigkeit basiert auf einem Positiv-Konzept. Sie setzt weniger auf Ausschlusskriterien, sondern legt transparent dar, in welche Branchen investiert wird. Und diese Branchen gehen über das konventionelle grüne Portfolio mit erneuerbaren Energien hinaus. Wir finanzieren auch soziale Einrichtungen, wie Schulen, Kitas und Krankenhäuser, Kommunen, Stiftungen und bezahlbaren Wohnraum. Blau bedeutet, sich auf die Kunden zu konzentrieren, die schon nachhaltig sind und auf jene, die wir bei der nachhaltigen Tranformation unterstützen können. Blau bedeutet Nachhaltigkeit mit Innovationen und Technologien zu verknüpfen und steht für Verlässlichkeit und den Erhalt unseres blauen Planeten.”

 

Sophia: „Nachhaltigkeit ist bei uns ein integraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Gleichzeitig ist es ein sehr politisches Thema. Deswegen arbeiten unser Public Affairs- und unser Nachhaltigkeitsteam eng zusammen und spielen sich die Bälle zu.” 

Warum sind nicht einfach alle Banken nachhaltig?

Marianna: „Weil man ein großes Kreditportfolio nicht einfach austauschen kann. Das benötigt Zeit – vor allem aber Expertise in den nachhaltigen Branchen. Die DKB hat bereits 1996 angefangen, erneuerbare Energien zu finanzieren.“

Die Bundesregierung will Deutschand zu einem führenden Sustainable-Finance-Standort ausbauen. Wie gelingt das?

Sophia: „Indem bei allen politischen Entscheidungen immer die ‚Projekt-Pipeline’ mitgedacht wird: Die Politik setzt den Rahmen und schafft Grundlagen für neue Projekte wie Windparks und Kitas. Als Bank können wir nur das finanzieren, was an nachhaltigen Projekten existiert. Die politischen Entscheider müssen darüber hinaus Anreizstrukturen schaffen, die bewirken, dass mehr Finanzströme in nachhaltige Projekte fließen, zum Beispiel über Erleichterungen beim geforderten Eigenkapital für nachhaltige Finanzierungen.”